Das älteste Gasthaus der Stadt Halle

Schon Mozart soll hier im April 1789 eine vergnügliche Nacht verbracht haben. Genscher liebte das Lokal in seiner Jugend und schrieb hier viele Jahre später Geschichte – bei den Zwei-plus-Vier-Gesprächen mit James Baker und Eduard Schewardnadse.

Die Goldene Rose, ältestes Gasthaus der Stadt, platzt vor Anekdoten und unglaublichen Fundstücken schier aus den Nähten: eine Bohlenstube der Spätrenaissance mit farbenfrohen Barockmalereien. Ein imposantes Gewölbe im Keller. Illustre Gästelisten. Unter dem Dach Stapel von Originalgeschirr mit Prägung.

Aus der Mitte des 13. Jahrhunderts stammen die Mauern des Gebäudes, das den Hallensern durch alle Zeiten ein beliebter Ort zum Zechen und Tanzen war. Noch 1986 saniert und eingerichtet als „Klub der Werktätigen des VEB Wohnungsbaukombinat Halle“, fiel es 1994 schließlich in einen tiefen Dornröschenschlaf.

Mitte 2009 ließ sich Stephan Schirrmeister vom Verein „Haushalten Halle e.V. “ die Tür aufschließen: Er fand Spuren von Einbrüchen und Sturmschäden, Moose, Farne und Graffitis im ganzen Haus.

Nach eineinhalb Jahren, unzähligen Arbeitsstunden und mit hohem persönlichen Einsatz eröffneten Schirrmeister und seine Mitstreiter die Goldene Rose neu.

In den ehemaligen Gästezimmern haben Künstler ihre Ateliers bezogen, seit Oktober 2016 auch die Musikschule »allégro«. Die Gaststube erstrahlt in neuem Glanz und bietet einen stilvollen Rahmen für Tanztee und Konzert, Party und Diashow.

Das Leben ist endlich zurück im Gemäuer.

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